Ostern unter Quarantäne

Diesen Aushang haben wir kurz vor Ostern an unserem Lebensmittelladen entdeckt. Auf italienisch und auf deutsch! Und es gab tatsächlich auch Kontrollen hier oben bei uns. So war Ostern relativ ruhig und beschaulich bei schönstem Wetter. Der Rechner blieb aus. Wir waren viel draußen im Garten bei den Hühnern und weiter hinten auf der Promè bei den Bienen. Hier ein paar bildhafte Eindrücke…

Shopping-Tour nach Verbania

Auf der Hinfahrt – nur ein Auto vor uns -fast nix los auf den Straßen.

Nach fast einem Monat Bergidylle wagen wir uns vom Berg herab in den nächst größeren Ort zum Einkaufen. Jetzt muss man dazu wissen, dass wir per Gesetz her unsere derzeitige Kommune nicht verlassen dürfen. Geschieht dies doch, muss es dafür einen triftigen Grund geben. Bei uns oben im Dorfladen gibt es kein Biogemüse, keine glutenfreie Produkte und keine Milchalternativen und auch frisches Fleisch gibt es hier nicht. Das ist also ein triftiger Grund einmal nach etlichen Wochen selbst hinunter zum Einkaufen zu fahren. Wir fragen Nachbarn und Freunde, ob wir ihnen etwas mitbringen können. Natürlich – und so wird unsere Einkaufsliste eine recht lange Liste.

Wir wollen in der Früh starten, da einige Geschäfte über Mittag schließen. Wir brechen gegen 9:30 Uhr auf. Schönstes Wetter, blauer Himmel, Sonnenschein. Der Lago tanzt im Schein des Lichts. Das Auto springt sofort an. Wir packen Einkaufstaschen ins Auto und gehen nochmal durch, ob wir auch wirklich alles dabei haben.

Wir brauchen eine selbst ausgefüllte Deklaration. Einen Vordruck, auf dem wir unsere Daten angeben und den Grund, warum wir uns von A nach B bewegen. Im Falle einer Kontrolle müssen wir diesen vorweisen können. Selbstverständlich auch unsere Ausweisdokumente!
Dann geht es also los! Auf große Reise. Wie ungewohnt ist es, im Auto zu sitzen. So weit weg der jetzigen Normalität. Als erstes machen wir einen kurzen Zwischenstopp bei dem jungen Ziegenhirten-Paar hier im Dorf. Auch sie hätten gerne noch etwas aus der Stadt mitgebracht bekommen.

Weiter geht’s. Unten an der Seeuferstraße angekommen, fällt diese erstmal durch Abwesenheit des Autoverkehrs auf. Vereinzelt fährt mal ein Auto.
Der kurze Abstecher in die Apotheke wird gleich eine erste Erinnerung daran, dass diese Zeiten besonders sind und besondere Bedingungen herrschen. Automatismus – ich betrete die Apotheke. Da steht schon eine Person vorne und wird bedient. Der Apotheker hinter der Plexiglasscheibe hebt und winkt hektisch seinen Zeigefinger. Achja, stimmt ja…es darf sich mit dem Apotheker nur eine weitere Person im Laden aufhalten. Rasch trete ich rückwärts wieder aus. Die Post nebenan hat komplett geschlossen. Ich erfahre, sie hat nur noch an bestimmten Tagen auf. Heute also nicht.

Wir fahren weiter. Der Strand unten in Cannero liegt verlassen und idyllisch da. Wie schön wäre jetzt ein kleiner Spaziergang an der Uferpromenade, die Füße kurz in den See halten um fest zu stellen, dass die Wassertemperatur noch recht kalt ist. Eisbaden muss ausfallen. Wir fahren weiter nach Verbania.

Auch hier kaum ein Auto unterwegs, einige wenige Menschen zu Fuß, bedächtig, ohne Eile und meist mit Mundschutz. Auch in den Autos sehen wir, tragen die Menschen meist einen Mundschutz. Ich habe meinen nicht auf, Steffen schon. Ich habe meinen allerdings griffparat, falls wir in eine Kontrolle kommen sollten. Aber alles wirkt friedlich, so ruhig und still. Eine italienische Stadt im Dornröschenschlaf. Unseren ersten Stopp machen wir beim Marokkaner. Leider gibt es derzeit keinen frischen Koriander. Denn dieser wird direkt aus Marokko per Flugzeug importiert. Kein Flieger – kein Koriander. 🙁
Dafür kaufen wir hier das frische Fleisch für unseren Freundeskreis. Weiter geht’s zum Tiershop Zootecnica. Wir benötigen Hühnerfutter und kaufen auch gleich noch einige junge Gemüsepflanzen für unseren Garten. Und hey, ich ergattere sogar noch zwei Töpfe frischen Koriander 🙂

Jetzt folgen Bioladen und großer Supermarkt. Im Bioladen ist es gemütlich, es dürfen zwar mehrere Personen hinein, aber nicht aus einer Familie. Steffen wartet vor der Tür und hatte ich gehofft, mal eben schnell auf Toilette springen zu können – weit gefehlt. ‚Für den Publikumsverkehr gesperrt‘ Oha! Meine Blase füllt sich so langsam. Im großen Supermarkt ist nur ein Eingang offen, nomalerweise kann man von beiden Seiten eintreten. Nun nicht mehr. Steffen lässt mich aussteigen und fährt nochmal zum Tierladen zurück. Wir haben den großen Sack Hundefutter für die beiden Adoptivhunde einer Freundin vergessen. Da wir eh nicht gemeinsam einkaufen dürfen, gehe ich schon einmal vor. Steffen kommt später nach. Ich kann auch unmöglich unsere Einkäufe und die des halben Dorfes in einem Einkaufswagen verstauen. Ich werde von zwei Wachmännern begrüßt. Sie sind gut drauf und scherzen. Wir sind alle mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattet. Sie messen mir Fieber, indem sie mir ein Gerät an die Stirn halten. Ein wenig komme ich mir vor, wie in einem Science-Fiction-Film. Im Laden ist es entspannt leer. Ich mag diesen Laden nicht besonders. Er ist einer von der Sorte ‚Gigant‘ mit unendlichen Regalfronten, lange Kilometer legt man hier zurück und schon beim Eintreten spürt man, wie der Laden einem förmlich jede Energie aussaugt und man zum puren Konsument degradiert. Allerdings ist es der einize Laden hier in der Stadt, der wilde Blaubeeren führt. Ich sehe diese sind im Preis gestiegen. So what, ich nehme sie trotzdem. Mir scheint, ich bin die Einzige, die sie kauft. Das Regal ist immer voll. Der Einkaufswagen auch bald und Steffen, den ich hier ‚zufällig‘ treffe, fährt ebenfalls einen vollen Wagen vor sich her. Das wird noch lustig werden, wir fahren einen kleinen Dacia Sendero und keinen Bus.
Aber wir verstauen alle Einkäufe und weiter geht’s zum Discounter. Nicht der mit A sondern der, der mit L beginnt. Hier stehen wir dann zum ersten mal in einer Schlange vor dem Einlass. Immer schön mit einem Meter Mindestabstand. Hier kontrollieren auch die Wachmänner wann wieviele Personen eintreten dürfen. Fieber wird hier allerdings nicht gemessen. Zwei gefüllte Einkaufswagen und gefühlte Stunden später, fix und foxy, schafft Steffen es tatsächlich noch all die Einkäufe in unserem Auto zu verstauen und das, obwohl sich mittlerweile noch zwei Wachtelhennen dazugesellt haben. Die hat Steffen noch im Tierladen mitgenommen. Wir haben bereits zwei, nun sind sie zu viert.

Routine brechen war heute morgen das Motto, so gönnen wir uns erstmal ein Eis. So völlig unkonform, mit Vanillegeschmack und Schokoladenüberzug.
Ja, manchmal ist auch das drin. Wobei ich zu Hause für uns leckere Eisvarianten aus Obst selbst herstelle. Die schmecken mir ehrlich gesagt besser. Nun gut, in diesem Moment, in dieser Situation schmeckt auch dieses Eis herrlich und holt mich wieder runter. Es ist mittlerweile schon 14:30 Uhr! Noch ein letzter Supermarkt, dann haben wir es geschafft! Ich warte draussen. Es stellt sich nur Steffen in die Warteschlange. Ich genieße das Wetter, die Sonne und den blauen Himmel und bewache unser Auto.

Auch hier gefühlt eine Stunde später machen wir uns auf den Rückweg. Zeit hat keinerlei Bedeutung heute. Uns war klar, dass wir mehr oder weniger einen Tag mit Einkaufen verbringen werden. Und da das Auto nun wirklich rappelvoll ist, ist es Zeit heimzukehren.

Wir haben die Uferstraße schon wieder hinter uns gelassen und beginnen damit, das Auto den Berg hoch zu quälen, als uns der Dorfpolizist entgegen kommt. Wir grüßen, aber er schaut recht grimmig drein. Kann es sein, dass er uns unter unseren Masken nicht erkannt hat? Ja, denn keine zwei Minuten später taucht er hinter uns auf und winkt uns anzuhalten. Ob wir gerade aus Deutschland kommen würden fragt er uns. Mit Sicherheit hat ihn das deutschen Kennzeichen verwirrt.
Die Sache ist schnell geklärt. Mittlerweile hat er uns auch wieder erkannt. Er nimmt unsere Deklarationen, kontrolliert die Ausweise, sammelt kurzfristig all unsere Einkaufszettel ein um sie zu fotografieren als Beweislage, dass wir dies nicht oben im Dorf kaufen konnten. Er erzählt uns, dass vor ein paar Tagen Schweizer eingereist seien. Die Grenzen sind nicht komplett dicht, allerdings sollten die Einreisenden 14 Tage Eigenquarantäne einhalten. Aber wer soll das denn noch kontrollieren können. Er verabschiedet sich mit den Worten, dass er hofft, dass wir unseren nächsten Monatseinkauf im Mai wieder unter ganz normalen Bedingungen tätigen können.

Das bleibt abzuwarten.
Zu Hause angekommen, laden wir unsere eigenen sowie die mitgebrachten Einkäufe aus und wundern uns beide sehr darüber, wie erschöpft und müde wir nach dieser Einkaufstour sind. Heute werden wir mit Sicherheit nicht alt. Heute gehen wir früh ins Bett.

Eines habe ich noch vergessen zu erwähnen…bevor mir meine Blase dann wirklich endgültig zu platzen drohte, erleichterte ich mich relativ abenteuerlich auf einem Supermarktparkplatz im Beifahrerraum in ein Einmachglas. 😉

Downside up – upside down mit dem FeetUp® Trainer

Schon seit geraumer Zeit weckt der FeetUp® Trainer mein Interesse. Dieser kleine Hocker mit dem schlicht-hübschen Design, der seit einiger Zeit in Mode geraten ist bei all den Yogis und Yoginis, die den Kopfstand hier in seiner vereinfachten Form anpreisen.
Er ziert sogar schon seit ein paar Wochen unser Wohnzimmer ohne von mir viel Beachtung zu erhalten.
Zurückhaltend und doch motiviert hatte ich ein FeetUp®Trainer Kurs für den Frühling angedacht. Tja, das muss nun leider etwas warten…
Nicht so die Übungsstunden mit dem Hocker hier bei mir zu Hause. Jetzt habe ich ja Zeit und Raum genug dafür. Keine Ausrede. Ich überwinde meinen Respekt und meine Scheu und probiere mich im „World upside down“ dem Kopfstand.
Dafür suche ich mir bei youtube einige „Einsteiger-Sessions“ aus. Eine komplette Trainingseinheit mit und um den FeetUp® herum. Schnell gewinne ich Lea Zubak als meine neue Online-Trainerin lieb. Bei ihr hatte ich vor langen Jahren mal live mit Begeisterung an einer Nia-Fitness-Stunde teilgenommen.
Ich begreife schnell, der FeetUp® ist nicht nur eine tolle Erleichterung um sanft und halswirbelschonend in den Kopfstand zu finden, darüber hinaus gibt es noch eine Menge mehr an ihm zu entdecken. Mal auf ihm sitzend, mal in Rückenlage auf der Matte mit den Unterschenkeln auf ihm ruhend, mal als Rückenunterlage um in die Brücke zu kommen und und und…Ich bin begeistert! Wirklich begeistert!

Warum denn nun eigentlich Kopfstand?
und was ist das faszinierende daran?

Der Kopfstand gehört zu den Umkehrhaltungen im Yoga und gilt als König der Asasanas (Yogaposen), genannt Sirsasana.
Die Welt steht Kopf mit den Füßen gen Himmel gestreckt ist diese Haltung tatsächlich die Umkehr von dem, wie es normalerweise im Alltag ist.

Dies hat positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Psyche. Der Kopfstand fördert Gleichgewicht, Stärke, innere Ruhe, Zentrierung und Selbstvertrauen.
Schauen wir uns das im Einzelnen näher an.

Was passiert auf der körperlichen Ebene?
Als allererstes wird der Gleichgewichtssinn herausgefordert und trainiert. Wird die untere Lendenwirbelsäule im Alltag durch ständiges und langes Sitzen oft komprimiert, so erfährt sie in der Umkehr Entlastung. Die Rumpfmuskulatur (Schulter-Bauch und Rücken) wird gekräftigt.
Eine regelmäßig beübte Umkehrhaltung fördert die Herzleistung, da hier das Blut verstärkt zum Herzen hin strömt und so die Pumpleistung des Herzens angesprochen wird. Der Blutkreislauf wird angeregt und die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn erhöht, dies fördert somit auch die Hirnaktivität. Manche behaupten auch, er könne das Haarwachstum bei Haarausfall wieder ankurbeln. Da das Blut aus den Beinen Richtung Körpermitte strömt, hilft der Kopfstand auch bei Durchblutungsstörungen, wie Venenproblemen und beugt Krampfadern vor.

Auf geistiger Ebene werden Stirn- und Scheitelchakra angeregt. Dies fördert Kreativität, Gedächtnis und verhilft zu geistiger Klarheit und Ausgeglichenheit. Das tiefe Atmen in dieser Position beruhigt und wirkt Stress entgegen.

Auf psychischer Ebene stärkt die Auseinandersetzung mit der Herausforderung ‚Kopfstand‘ den eigenen Mut. Das Trainieren und Optimieren der Übung stärkt das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, somit also das Selbstvertrauen.

Nicht zu vergessen, und sehr beachtenswert: Wir verlassen für den Moment des Kopfstandes unsere Alltagsperspektive und nehmen eine neue, eine ungewohnte Perspektive ein. Das ist wunderbar erfrischend, routinedurchbrechend und fördert bei regelmäßiger Anwendung den erleichterten Perspektivwechsel auch ohne Kopfstand im Alltag.

Und hier noch eine musikalische Variante zum Thema ‚downside up – upside down‘ von einem grandiosen Musiker im Duett mit seiner Tochter.

Ich für meinen Teil werde den FeetUp® Trainer weiterhin für mich nutzen, demnächst dann einen Trainerkurs besuchen und in baldiger Zukunft selbst Kurse anbieten. Yeah! Ich freue mich drauf! 🙂


Die Rückkehr der weißen Büffelfrau

Heute Morgen in der geführten aktiven Meditation von Veit Lindau gab es einen Visualisierungspart. Von diesem möchte ich berichten, vielmehr von dem, was ich während dessen erlebte: „Ich stehe auf dem Berg meines Lebens, die Sonne geht auf und ich schweife mit dem Blick gen Horizont und über das Land unter mir. Was ich erblicke ist eine weite Prärie, die in braunen Farbnuancen vor mir liegt. Sie ist besiedelt, diese Prärie. Ich sehe den aufsteigenden Rauch der Tipis und Menschen, die ihren Alltagsaktivitäten nachgehen. In mir erklingt das Wort ‚Seelensippe‘ und schwingt. Weiter entfernt grasen Büffelkälber. Und mitten unter ihnen steht sie, die weiße Büffelkuh! Mit ihrer schneeweißen Farbe sticht sie optisch aus der Menge hervor. Sie strahlt Anmut und Liebe aus. Mir wird warm ums Herz beim Anblick dieser Szenerie. Etwas klingt in mir an, mir ist, als hätte ich diese Momentaufnahme schon einmal erlebt, den Blick über diese Weite schon einmal geführt, die dabei übersprudelnde Fülle im Herzen schon einmal erlebt. Und dann verschmelze ich in diesen Augenblick hinein. Im Hier und Jetzt sind wir eins. Ein Bild. Ein Erleben. Eine Seelensippe. Mir fliessen die Tränen, dieser Moment bewegt mich zutiefst. Das Leben nimmt mich und zeigt mir etwas. Ich nehme es dankbar an und gebe mich hin.“

Nach dem Erlebten, nach der Meditation schreibe ich ein paar Worte in mein Tagebuch und beschliesse meinen nächsten Beitrag hier der Legende um die weiße Büffelfrau zu widmen.
Ich weiß, es gibt diese heilige Legende der Lakota-Indianer, ein Unterstamm der Dakota. In dieser Legende erschien einem in Hungernot leidendem Volk vor mehr als 1000 Jahren die weiße Büffelfrau. In ihrer irdischen Erscheinung wird sie Pté-San-Win (weiße Büffelfrau) genannt. Sie war es, die dem Volk die sieben heiligen Riten überbrachte und ihnen nahelegte, diese von nun an zu praktizieren und zu pflegen. Sie lehrte den Stammesältesten unter anderem die heiligen Pfeifenriten, die Reinigungsriten mit der Schwitzhütte, die Visionssuche und die Sonnentanzzeremonie. Zudem formulierte sie zum Abschluß ihres Besuches eine Prophezeiung, die bis in die heutige Zeit hinein wirkt. Sie verkündete, nun von hier zu gehen und erst dann wieder zu kehren, wenn die „große Reinigung der Erde“ beginne. Sie kündigte an, sie werde in der Gestalt eines weißen Büffels zurück kehren. Sie werde wiederkommen um den Menschen beizustehen, um diese zu unterstützen und zu bestärken, sich für das Wohl der Natur und die Belange von Mutter Erde einzusetzen. Einem Anliegen zum Wohle aller.

Bei den nordamerikanischen Indianerstämmen ist diese Prophezeiung weit verbreitet. Die Zeit der Rückkehr der weißen Büffelfrau wird in eine Zeit der Krisen und Umbrüche fallen, sagen sie. Laut den Prophezeiungen der Hopi leben wir in der vierten Welt und der Übergang in die fünfte Welt ist nah.

Tatsächlich wurde erstmals 1994 in Wisconsin ein weißes Büffelkalb geboren. Weitere folgten 2002 in North Dakota. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium untersuchte dieses Phänomen und stellte fest, diese Kälber sind keine Albinos sondern echte reinrassige Wildbisons.
Dies bewirkte auch bei einigen Reservats-Indianern einen Sinneswandel. Waren sie vorher noch dem Alkohol und Drogen zugetan, so ließen sie davon ab und stellten sich auf den Wandel der Zeit ein.

So sind wir denn mitten in diesem Wandel. Unser Planet wird seit Jahrzehnten von uns für seine kostbaren Rohstoffe geplündert. Unsere wertvollen Sauerstofflieferanten- uralte Wälder werden unaufhörlich gerodet und abgeholzt. Die Meere sind vergiftet- voller Öl und Plastik. Und doch gibt es Widerstand und Gegenbewegungen. Hambacher Forst. Junge Menschen, die Systeme entwickeln, wie die Meere schonend gereinigt werden können.
Mit welcher Grausamkeit und Verachtung betreiben wir Massentierhaltung und bereiten fühlenden Lebewesen ein leidvolles Leben und sogar Sterben. Das ist kaum noch zu toppen. Die Bewegung hin zum Vegetarismus und Veganismus lässt mich aufatmen. Vielleicht bewegt sich etwas, wenn nun selbst in Metzgereien die ‚fleischlos‘ Produkte mit ins Sortiment aufgenommen werden. Ist die Umweltverschmutzung auf ihrem höchsten Punkt angelangt, so atmet die Erde JETZT kurzfristig auf. So lass auch uns die Zeit zum Innehalten und Besinnen nutzen. Wir SIND wichtig. Jeder Einzelne zählt! Jeder Einzelne leistet einen Beitrag für das Gesamte.
Wie sieht Dein Beitrag aus? Wie kannst Du die Welt ein wenig freundlicher machen? Und ist das, was Du beiträgst wirklich das, was Du für das Gemeinwohl beitragen möchtest?

Abschliessen werde ich diesen Beitrag mit einer Nachricht vom 27.03.2020, die derzeit in den sozialen Medien kursiert und von White Eagle (Weißer Adler) einem Hopi Indianer stammt.

„Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden.
Die Entscheidung, ins Loch zu fallen oder durch die Pforte zu schreiten, liegt an Euch.
Wenn Ihr das Problem bedauert und rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit negativer Energie, dauernd nervös, mit Pessimismus, werdet Ihr in dieses Loch fallen.
Aber wenn Ihr die Gelegenheit ergreift, Euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken, für Euch und andere Sorge tragt, dann werdet Ihr durch das Portal gehen. Sorgt für Euer Zu Hause, sorgt für Eure Körper.
Verbindet Euch mit Eurer spirituellen Heimat.
Wenn Ihr Euch um Euch selbst kümmert, kümmert Ihr Euch gleichzeitig um alle anderen.
Unterschätzt nicht die spirituelle Dimension dieser Krise.
Nehmt die Perspektive eines Adlers ein, der von oben das Ganze sieht – mit erweitertem Blick.
Es liegt eine soziale Forderung in dieser Krise, aber genauso eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand. Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension fallen wir in Pessimismus und Sinnlosigkeit. Sie (Die Dimensionen?) sind vorbereitet, um durch diese Krise zu gehen.
Nimm Deinen Werkzeugkasten und verwende alle Werkzeuge, die Dir zur Verfügung stehen.
Lerne Widerstand am Vorbild indianischer und afrikanischer Völker:
Wir wurden und werden noch immer ausgerottet. Aber wir haben nie aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu zünden und Freude zu haben.
Fühle Dich nicht schuldig, Glück zu empfinden während dieser schwierigen Zeiten. Es hilft überhaupt nicht, traurig und energielos zu sein. Es hilft, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen.
Durch unsere Freude leisten wir Widerstand!
Auch wenn der Sturm vorübergezogen ist, wird jeder einzelne von Euch sehr wichtig sein, um diese neue Welt wiederaufzubauen.
Ihr müsst stark und positiv sein.
Und dafür gibt es keinen anderen Weg, als eine schöne, freud- und lichtvolle Schwingung zu bewahren.
Das hat nichts mit Entfremdung (Wetfremdheit) zu tun.
Das ist eine Strategie des Widerstands.
Im Schamanismus gibt es einen Ritus des Übergangs, genannt „die Suche der Weitsicht“. Man verbringt ein ein paar Tage allein im Wald, ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Schutz.
Wenn man dann durch die Pforte (über die Schwelle) geht, bekommt man eine neue Sicht auf die Welt, weil man sich seiner Ängste und Schwierigkeiten gestellt hat. Das ist es, was nun von euch verlangt wird:
Erlaube Dir, diese Zeit dafür zu nutzen, deine Rituale zum Suchen deiner Visionen auszuführen. Welche Welt möchtest Du für Dich erschaffen? Das ist alles, was du momentan tun kannst: Gelassenheit im Sturm. Bleib ruhig, bete täglich. Mach es Dir zur Gewohnheit, das Heilige jeden Tag zu treffen.
Gute Dinge entstehen daraus. Was jetzt aus Dir kommt, ist das allerwichtigste. Und singe, tanze, zeig Widerstand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe!
Wiederstehe!“

In diesem Sinne – lasst uns aufmachen um unsere Visionen zu empfangen!

Wakan Tanka – Großer Geist
Hanta Yo, Hanta Yo, Hanta Yo – Wir brechen durch


Wakan Tanka!
Hanta Yo Hanta Yo Hanta Yo!